Der Hirsch im Pfeffer

Hirsch_Blaetter

Warum heisst Hirschpfeffer eigentlich Hirschpfeffer – obwohl der Pfeffer gar nicht Hauptbestandteil in der Sauce ist?! Eine mögliche Theorie liest man des Öfteren, dass jenes Wild zu «Pfeffer» wird, welches mit Schrot erlegt wurde. Nach dem Schuss wird das Tier in viele kleine Teile zerlegt. Der Schrott befindet sich somit im ganzen Körper des Tieres und sieht aus wie kleine Pfefferkörner. Irgendwie eine hübsche Theorie, die es durchaus verdient hat, für wahr erklärt zu werden.

Wer beim Essen von Hirschpfeffer im Restaurant also auf eine Schrotkugel beisst, erleidet versicherungsrechtlich keinen Unfall. Laut dem eidg. Versicherungsgericht muss beim Genuss von Wildgerichten mit Resten von Projektilen gerechnet werden.

In das Gericht kommt eine weitere spezielle Zutat und zwar Blut. Wie in einem anderen Blogbeitrag zum Thema Metzgete erläutert, wurde auch beim Hirsch früher alles verwertet. Blut ist ein Bestandteil der Sauce und die ursprünglichste und natürlichste Substanz, um eine Sauce anzudicken. Heutzutage kriegt man kaum mehr frisches Hirschblut und weicht deshalb zur Alternative wie Blutwurst oder Schweineblut aus. Ein Rehpfeffer kann durchaus ohne Blut gekocht werden und schmeckt genauso so gut. Ein feines Rezept finden Sie hier zum Nachkochen.

Wein-Tipp:
Unser Weinexperte Manuel Meier empfiehlt:  Amarone della Valpolicella DOC, Linea Rialze, Le Tobele, dieser Wein passt hervorragend zu Hirschpfeffer.

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