Kellner, entschuldigen sie, der Wein hat Zapfen!

Korken auf einem Haufen

Wirklich?

Ganz sicher ist man sich selten. Folgend sind jedoch einige Hinweise, die helfen im Umgang mit Weinen und möglichen Mängeln.
Der Verschluss des Korkenweines nennt man «Zapfen». Er ist ein hochwertiges Naturprodukt aus Korkeiche. Ein solcher Baum muss für die erste Ernte ca. 25 Jahre alt sein und nur jede dritte Ernte ist für die Korkproduktion geeignet.
Vor dem Ausstanzen werden die Korkplatten in einem Chlorophyllbad gekocht, um Parasiten und Keime abzutöten. Wegen der guten Isolierung des Korken wird im Innenbereich der Platten nur eine Temperatur von 35 Grad erreicht, was eine vollständige Sterilisierung verunmöglicht. Entsprechend ist nicht ausgeschlossen, dass gewisse Mikroorganismen überleben können. Sie sind es, die für den unangenehmen Zapfengeschmack verantwortlich sind. Sobald der Wein mit dem identifizierten Zapfen in Berührung kommt, ist es passiert.

Prüfen lässt sich dies, indem man bei älteren Weinen auf den Füllstand der Flasche achtet. Wenn sich dieser bis weit unter den Flaschenhals beläuft, ist der Wein nicht mehr geniessbar.

Ein weiteres Merkmal ist, wenn der Wein deutlich getrübt (unklar) oder sogar flockig, wolkige Ausfällungen aufweist. Das erkennt man schon in der Flasche oder spätestens im Glas.
Bei jungen Weinen ist eine Trübung immer ein Fehler, wobei es sich insbesondere bei älteren Rotweinen auch um aufgewirbeltes Depot handeln kann.
Um sicher zu gehen, sollte man die Flasche eine Weile ruhig stehen lassen. Das Depot würde sich somit wieder absetzen. Trifft das nicht ein, kann man von einem Fehler ausgehen.

Ein weiterer Tipp: einfach einen Schluck Wein in ein Glas geben und mit viermal mehr lauwarmen Wasser aufgiessen. Dadurch wird ein mögliches fehlerhaftes Aroma intensiviert. Der «Zapfen» kann somit in der Nase oder spätestens am Gaumen klar festgestellt werden.

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