Keinen Pfifferling wert

Eierschwaemmli

Der Ursprung dieser Redewendung führt ins 16-Jahrhundert zurück.

In der damaligen Zeit gab es Pfifferlinge (wie unser «Nachbarkanton» Deutschland die Eierschwämmli nannte) in rauen Mengen. Dadurch entstand ein Überangebot und der Pilz galt entsprechend der Redewendung als wertlos (ganz im Gegenteil zu heute, wo er eher als Rarität wahrgenommen wird).

Erkennen tut man den Pilz an der speziellen Form, der goldgelben Farbe und an der Grösse. Der Eierschwämmli-Hut hat in der Regel einen Durchmesser von maximal 10 cm (selten auch grösser) und der Rand ist unregelmässig wellig.

Je nach Wetterlage spriessen die goldgelben Eierschwämmli ab Mitte Juni. Die Saison dauert bis in den Spätherbst.
Die Eierschwämmli bestehen aus ca. 92% Wasser und sind extrem fett- und kalorienarm, dafür reich an Ballaststoffen. Wie alle Speisepilze sind auch die aromatischen Eierschwämmli ein gesunder Genuss. Sie sollten jedoch nicht im Rohzustand gegessen werden, da die Zellwände Chitin enthalten.

Pilzesammler sei geraten, keine «falschen Eierschwämmli» zu erwischen. Diese weisen ein gegabeltes, leicht ablösbares Hutfleisch mit Lamellen auf. Landet ein solches falsches «Schwämmli» im Kochtopf ist das zwar nicht giftig, schmeckt jedoch bitter und färbt sich schwarz.

Giftig ist allerdings ein anderer Pilz namens «Spitzgebuckelter Rauhkopf», der dem jungen, kleinen Eierschwämmli ebenfalls ähnlich sieht. Im Zweifelsfall sollte man also vorsichtshalber nur grössere Pfifferlinge sammeln.

Eierschwämmli sind beliebt, sowohl als Hauptgang wie auch als Beilage.
Hier ein Klassiker-Rezept,
das auch Hobbyköche problemlos zubereiten können.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

HTML-Tags sind nicht erlaubt.