«Suure Mocke»

13_01_Suure Mocke

Unter dem Stichwort «Retro» feiern viele vergessene Dinge ein «Revival». Dieser Trend ist auch in der Küche feststellbar. «Alte» traditionelle Gerichte finden wieder Aufnahme auf den Speisezettel. So zum Beispiel auch der «Suure Mocke» 

Das Rezept ist für 4-5 Personen berechnet.

Zutaten:
1 kg         Rindsbraten gespickt
(beim Metzger das Rosenstück bestellen)
5 dl          kräftiger Rotwein
5 cl          Rotweinessig
5 cl          Balsamico schwarz
2.5 dl       Saurer Most
2 Stk        Karotten geschält, in 2 cm grosse Stücke geschnitten
2 Stk        Schalotten geschält und grob zerteilt
1 Stange  Lauch gewaschen, in 2 cm grosse Stücke geschnitten
20 Stk      Pfefferkörner schwarz
1 Stk        Lorbeerblatt
3 Zweige Thymian frisch
2 Zweige Rosmarin frisch
2 El          Tomatenpüree
Gewürzmischung für Fleisch
Bratensauce-Pulver
2 El           kalte Butter
1 EL          Rapsöl

Zubereitung:
Den Braten mit einer Küchenschnur binden (kann auch so beim Metzger bestellt werden). Alle Zutaten vom Fleisch bis zum Rosmarin in ein grosses Gefäss geben und 5 Tage im Kühlschrank zugedeckt marinieren lassen. Das Fleisch täglich darin wenden!

Nach dem Marinieren das Fleisch mit einem Küchentuch trocken tupfen und die Marinade durch ein Sieb passieren. Das Fleisch mit der Gewürzmischung grosszügig würzen und in heissem Rapsöl in der Bratpfanne kräftig von allen Seiten anrösten. Nach dem Anbraten wird das Fleisch in eine Auflaufform mit Deckel oder in einen Kochtopf gelegt.

Als nächstes das Gemüse mit dem Rapsöl auf Stufe 3 in einer Bratpfanne hellbraun rösten, das Tomatenpüree zugeben, gut durchrühren und auf selber Stufe 20 Minuten weiter rösten. In der Zwischenzeit ist die Rotweinmarinade aufzukochen und über das fertige Gemüse zu giessen.

Danach sind sämtliche Zutaten (mit Ausnahme der Butter) dem Fleisch zuzugeben. Das Gericht bei 90°C Umluft zugedeckt in den Ofen geben und während ca. 10 Stunden garen lassen.

Gegen Ende hin ist wichtig, die Konsistenz des Fleisches regelmässig mit der Gabelprobe zu kontrollieren. Lässt sich die Fleischgabel einfach durch das Fleisch führen, ist der «Suure Mocke» genussbereit.
Ist das erreicht, wird das Fleisch aus der Sauce genommen und im Ofen warm gestellt.

Zum Schluss wird die Sauce durch ein Sieb passiert (es lohnt sich, das Gemüse als Beilage mit zu servieren). Ist die Sauce bis zur Hälfte eingekocht und durch das Bratensaucen-Pulver zur gewünschten Dicke abgebunden, wird die kalte Butter in die Sauce eingerührt.

Fertig ist das traditionelle Fleischgericht. Das grosse Schlemmen kann beginnen!

Tipp:
Als Beilage nebst dem Gemüse passt ein hausgemachter Kartoffelstock wunderbar zum «Suure Mocke», denn ein Saucen-Seeli sorgt bei jung und alt für kulinarische Gaumenfreuden!

Gut zu wissen!
Der Braten kann bequem bereits einige Tage im voraus zubereitet und in der Sauce im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kurz vor dem Essen den «Suure Mocke» in der Sauce ca. 5 Minuten aufwärmen, in Tranchen schneiden und servieren. Schmeckt genau so gut!

Der passende Wein darf auch nicht fehlen!
Es ist empfehlenswert, den Gästen den selben Wein auszuschenken, der auch zum Kochen verwendet wurde. Der «Suure Mocke» harmoniert dadurch vorzüglich mit dem Wein!

WeintippBarolo DOCG «Boschi dei Signori», Bosio 

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