Poulet Cordon bleu

Poulet_Cordon_bleu

Über den Ursprung des Cordon bleus lässt sich streiten. Aber wir haben eine mögliche Erzählung für die Entstehung des Cordon bleus gefunden. Der erste Neffe einer Gouvernante und Spezialist für Hochseeschifffahrt hat folgende Geschichte erzählt: Seine Tante arbeitete 1933 als Kinderbetreuerin auf dem Schnelldampfer «Bremen», einem mit allen Annehmlichkeiten ausgestatteten Schiff für 2200 Passagiere. Der Kapitän dieses brandneuen Riesendampfers war Leopold Ziegenbein. Er war von Stolz und Ehrgeiz erfüllt, diesen neuen Dampfer zu steuern und das Schiff in Rekordzeit von Bremen bis nach New York zu führen.
Das gelang dem Kapitän auch und er legte im Jahr 1933 in Rekordzeit von viereinhalb Tagen in New York an.
So siegessicher wie er war, begab er sich bereits am Vorabend zum Walliser Küchenchef in die Schiffsküche. Er sagte zu ihm, dass er doch Schweizer sei und er solle zur Feier des Tages etwas mit Käse kochen.
Da der Küchenchef bereits ein Kalb aus dem Kühlraum geholt hat und nun dieses Fleisch am selben Abend verwerten musste – führte der Weg nun geradeswegs zum Cordon bleu.
Eine hübsche Geschichte, deren Plausibilität durch den Namen des Gerichts gestützt wird: Ein spleeniger Klub britischer Journalisten verlieh jeweils dem schnellsten Schiff auf der Ost-West-Passage als Auszeichnung das «Blaue Band» (Cordon bleu). Der Walliser Koch nannte das Schnitzel zu Ehren der «Bremen» Cordon bleu. Doch der Name des Kochs ist bis jetzt unbekannt geblieben, denn die Reederei-Zentrale und die «Bremen» sind im Krieg, samt Log- und Soldbüchern, einem Brand zum Opfer gefallen. Im Archiv der Hapag-Lloyd finden sich keine Hinweise auf die Identität des Küchenchefs. Zum Glück ist das Rezept in aller Munde erhalten geblieben und wir können diese Leckerei auch nach bald 100 Jahren noch geniessen.
Deshalb haben wir für Sie eine Poulet-Variante vorbereitet.

Zutaten für 4 Personen:
4 Pouletbrüstli à 160 g
4 Scheiben milden Bergkäse, ca. 30-40 g pro Portion
4 Scheiben Schinken, ca. 30-40 g pro Portion
Mehl
Paniermehl
1 Ei
Milch
gesottene Butter (Butterschmalz) oder Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer 

Zubereitung:
Zuerst 3 tiefe Teller bereitstellen. Im Ersten das Mehl, im Zweiten ein Ei mit etwas Milch verschlagen und in den Dritten das Paniermehl geben.
Danach in
die Pouletbrüstli eine Tasche schneiden und sie danach aufgeklappt, auf ein Stück Klarsichtfolie auslegen und mit einer zweiten Klarsichtfolie zudecken. Die Brüstli nun mit einem Fleischklopfer flach klopfen. Anschliessend die Klarsichtfolie entfernen und das Fleisch von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
Nun je eine Käsescheibe und eine Schinkentranche flach auf das Fleisch legen und die Pouletbrust zu einer Rolle aufrollen. Tipp beim Rollen: einen Teil der Seite mit nach innen klappen, so kann der Käse später nicht so schnell auslaufen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf ca. 170° C vorheizen. Die Rolle danach zuerst im Mehl wenden, das überschüssige Mehl abklopfen und im Ei und im Paniermehl wenden. Eine Pfanne mit etwas Bratbutter oder Öl erhitzen und die Cordon bleus rundherum gold-braun anbraten. Am Schluss die angebratenen Cordon bleus für ca. 9
10 Minuten im Ofen fertig backen. Wir wünschen «en Guete»

Wer keine Zeit zum Kochen findet und lieber geniesst,  kann sich durch die aktuelle Saisonkarte vom Hotel Restaurant Seehof in Küssnacht mit verschiedenen Cordon bleu Varianten probieren.

Wein-Tipp:
Unser Weinexperte empfiehlt folgenden Wein Wellanschitz Hussi, Blaufränkisch der ausgezeichnet zum Cordon bleu passt.

 

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