Kernser Pilze – Exotische Leckerbissen aus der Region

Kernser_Pilze

Not macht erfinderisch
«Ohne Schwein zum Glück» – so beschreibt die Kernser Edelpilze GmbH ihren Werdegang. Das ist durchaus wortwörtlich zu nehmen, denn Gründer Sepp Häcki sah sich im Jahr 1994 aufgrund einer neuen Gewässerschutzverordnung gezwungen, seine Schweinezucht aufzugeben. Auf der Suche nach einer Alternative fand er schliesslich in den asiatischen Speisepilzen sein unternehmerisches Glück. Doch hinter dem heutigen Erfolg des innovativen Familienunternehmens steckt eine Riesenportion Pioniergeist, Durchhaltewille und Ehrgeiz.

Revolutionäre Pilzzucht
Im ehemaligen Schweinestall experimentierte Sepp Häcki 1995 erstmals mit der Zucht von Shiitake-Pilzen und produzierte zu Beginn 30 Kilogramm pro Woche. Nicht gerade ertragreich. Kam hinzu, dass das Pilz-Substrat (der Nährboden für die Pilze) aus dem Ausland qualitative Mängel aufwies und die Pilze nicht wie gewünscht aus dem Boden schossen. Wieso also das Substrat nicht gleich selber herstellen? Als Sepps Sohn Patrick nach der Lehre ins Unternehmen eintrat, begannen die beiden an einer Substrat-Produktionsanlage zu tüfteln. Zwei Jahre, viel Hingabe, Schweiss und Energie später schafften sie den Durchbruch. Die weltweit erste vollautomatische Substrat-Produktionsanlage sorgte in Fachkreisen international für Aufsehen und heimste 2014 den Schweizer agroPreis ein. Von nun an startete die Obwaldner Firma so richtig durch!

10 bis 15 Tonnen Pilze pro Woche
2017 zügelte das Unternehmen in seine neuen Produktionsanlagen ausserhalb von Kerns. 10‘000 Quadratmeter und 3 Stockwerke umfasst das Gebäude, alles topmodern und hochtechnisiert. Mit der Vergrösserung verdreifachte sich die Produktionsmenge. Sie liegt heute bei stolzen 10 bis 15 Tonnen Pilzen verschiedener Sorten, die wöchentlich ins In- und Ausland geliefert werden. Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen erlaubt sich das Unternehmen, inzwischen unter der Leitung von Sohn Patrick, jedoch nicht. Es wird alles daran gesetzt, den Pilzen die besten Bedingungen zu bieten und einen optimalen Output zu erhalten. Ständig wird verbessert und gepröbelt, mit dem Ziel, der Konkurrenz immer ein paar Schritte voraus zu sein.

Schweizerisch, bio und lecker
Mit den Sorten Shiitake, Kräuterseitling, Nameko, Shimeji und Pom-Pom Frise züchten die Kernser vor allem exotische Speisepilze, nur der Austernseitling ist ein heimischer Pilz. Dennoch steckt ganz schön viel Swissness in den Pilzen: Der Nährboden der Pilze besteht aus Schweizer Rohstoffen, der Strom kommt hauptsächlich vom Solardach und auch die rund 30 Mitarbeitenden wohnen alle in der Region. Neben der ökologischen Produktion sind die Pilze allesamt Bio Suisse Knospe zertifiziert und das ganze Jahr erhältlich.

Die Remimag-Betriebe freuen sich stets auf die frischen Lieferungen der Kernser Edelpilze GmbH. Kommen Sie vorbei und probieren Sie die vielfältigen Pilzkreationen.

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