Felchen – ALBELI, BALCHEN, BALLEN ODER…?

felchen_roh

Felchen sind in allen Schweizer Seen zu Hause und gehören heute zu den beliebtesten einheimischen Speisefischen.

Früher war alles anders
Vor weniger als 30 Jahren interessierte sich kaum ein Schweizer Gourmet für den Felchen. Grund dafür war die Fettleibigkeit des Planktonfressers, welche auf die damalige Überdüngung der Seen zurückzuführen war und die Felchen mit reichlich Nahrung versorgte. Darin fühlten sich diese wohl – vielleicht auch zu wohl. Dies hat sich jedoch verändert, heute sind die Seen sauberer, bzw. nährstoffarmer und die Felchen weniger fett.

Felchen – eine komplizierte Verwandtschaft!
Die Schweizer Seen wurden nach der letzten Eiszeit vor ca. 15’000 Jahren von Felchen besiedelt. Diese haben sich im Verlauf der Jahrtausende innerhalb der Seen in verschiedene Arten aufgespaltet. Diese weltweit einmalige Felchenvielfalt ist bei den Fischern seit jeher bekannt und hat schon in der Vergangenheit die Forscher in ihren Bann gezogen. Bekannt sind diese unter verschiedenen Namen wie Albeli, Balchen, Ballen, Bondelle, Brienzling, Bräter oder wie sie alle heissen. Die grosse Artenvielfalt bzw. örtlichen Unterarten machen es nicht einfach, die einzelnen Fische genau zu bestimmen. Im Wesentlichen unterscheiden sie sich durch die Wahl des Laichgebietes und das schnellere Wachstum und die verschiedenen Längen und Gewichte, die sie erreichen.

«Der Brotfisch aller Fischer»
So wird der Felchen unter Berufsfischern genannt und gilt bei vielen als Haupterwerb und somit auch als wirtschaftlich bedeutendster Fisch der Schweiz. Die intensive Kontrolle der Bestände durch die Fischereiaufseher und genaue Vorgaben bei Netzlänge und Maschengrösse machen die Schweizer Felchen zu einem nachhaltig gefangenen Fisch.
Wer diesen Fisch zu Hause selbst zubereiten möchte, findet hier ein passendes Rezept.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

HTML-Tags sind nicht erlaubt.