Die fünfte Jahreszeit!

Fasnachtschuechli1

Gemeint ist die Fasnacht. Das Wort kommt vom Althochdeutschen fasta (Fastenzeit) und naht (Nacht, Vorabend) und bezeichnete ursprünglich den Tag vor Beginn der Fastenzeit und geht zurück bis ins 15. Jahrhundert.

In dieser Vorfastenzeit wurden die gewohnten Verhältnisse für einmal auf den Kopf gestellt. Daraus entstand ein Spiel der verkehrten Welt. Mit Billigung der katholischen Kirche durfte das Volk nochmal so richtig auf den «Putz» hauen.
Heutzutage verbindet man die Fasnacht nicht nur mit schränzigen Guggenmusik-Klängen, bunten Kostümen und farbenfrohen Konfetti , sondern auch mit den süssen, knusprigen Fasnachtschüechli.
So unterschiedlich im Geschmack, so unterschiedliche Namen tragen die Küchlein: Chneublätze, Chilbiblätz, Ohrli, Verhabni. In der Romandie heissen sie nebst «Beignets de carnaval» auch «Merveilles» – was so viel heisst wie «Wunderwerke».

Früher kannte man die Fasnachtschüechli vielerorts nur unter dem Namen «Chneublätz». Wie der Name schon sagt, wurden die Teigstücke über dem Knie sorgfältig in ihre dünne Form gezogen. In der heutigen Zeit übernimmt das Wallholz diese Aufgabe. Diese «Chüechli»kann man ohne grossen Aufwand auch selbst zubereiten, wie untenstehendes feuchtfröhliches Rezept beweist.

Einkaufsliste:
2 Eier
50 ml Vollrahm

2 EL Zucker

1 Prise Salz

275 g Mehl
20 g Butter, weich

Puderzucker zum Bestäuben
Sonnenblumenöl fürs Braten

Zubereitung:
Eier, Rahm, Zucker und Salz in einer Schüssel verrühren. Das Mehl und die Butter dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten bis er Blasen wirft. Danach 30 Minuten ruhen lassen.
Als nächstes 20 gleich schwere Stücke (ca. 25 g)  schneiden und mit einem Wallholz etwa 2 mm dünn ausrollen, auf ein Tuch legen und etwas trocknen lassen (30 Minuten). In der Zwischenzeit eine Bratpfanne mit Sonnenblumenöl, Erdnussöl oder Kokosfett, 3-4 cm hoch füllen, so das der Teig gut darin ausgebacken werden kann.
Anschliessend die Stücke portionsweise in heissem Öl bei ca. 160-170°C ca. 2-3 Minuten beidseitig goldbraun backen. Dabei den Teig mit Hilfe eines Holzlöffels in der Mitte runter drücken, so dass das Chüechli immer im heissen Fett schwimmt.
Den fertig gebackenen Teig kurz abtropfen lassen und zum Abkühlen auf ein Küchenpapier legen. Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen.

Genuss-Tipp:
Ein Esslöffel Kirsch verleiht dem «Chüechli» ein besonderes Aroma.

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