Käsefondue-Erlebnisse

Fondue-Schwur

«Fondue isch guet und giit e gueti Lune!»

Die genaue Herkunft des Käsefondues ist umstritten. Sowohl wir Schweizer als auch die Franzosen erheben den Anspruch auf den Ursprung des Fondues. Bei unseren Nachbarn im Westen ist das Gericht übrigens als «Fondue savoyarde» als Landespezialität bekannt.

Fondue in der Schweiz – Militärsache!
Als Schweizer Nationalgericht gibt es das Käsefondue auf alle Fälle erst seit den 1950er Jahren. Dannzumal wurde das Fondue mit der Aufnahme in die Armeekochbücher in der ganzen Schweiz bekannt. Die Wehrmänner brachten das Rezept aus dem Militärdienst heim in die Familien – will hier jemand die Armee abschaffen? Bis heute ist das Fonduekochen denn auch in vielen Haushalten eine reine Männersache.

Moitié-moitié – eine runde Sache
Das traditionelle Schweizer Käsefondue besteht aus einer Mischung von geschmolzenem Käse und Weisswein. Als Bindemittel wird Stärke zugegeben, abgeschmeckt wird mit einem Schuss Kirsch, viel Knoblauch sowie etwas Pfeffer und Muskatnuss.

Entscheidend für den Geschmack ist der verwendete Käse respektive die verwendete Käsemischung. Weit verbreitet und beliebt ist die «moitié-moitié»-Mischung, bei der je zur Hälfte Vacherin und Greyerzer zugegeben werden. Für kräftigere Fondues werden beispielsweise Mischungen mit Appenzeller und regionalem Alp- oder Bergkäse verschiedenster Reife verwendet.

Begleitumstände in Gesellschaft
Der wichtigste Aspekt beim Fondue-Plausch ist aber wahrscheinlich doch das gesellige Beisammensein. Entsprechend viele Geschichten, Traditionen und Gewohnheiten ranken sich darum. So ist es beispielsweise verbreiteter Brauch, dass ein Teilnehmer, der sein Stück Brot im Fondue-Topf verliert, eine Runde Weisswein, Schnaps oder Ähnliches bezahlen oder aufstehen und ein Lied singen muss. Bis heute hat das Fondue-Essen nichts von seinem urchig gemütlichen Charme verloren und geniesst bei Jung und Alt, zu Zweit, mit Freunden oder mit Geschäftspartnern einen hohen Stellenwert – «Fondue isch guet und git e gueti Luune»!

Tipps aus der Küche für den nächsten Fondue-Plausch zu Hause:

  • Für ein  alkoholfreies Käsefondue verwende man Süssmost anstelle von Weisswein – das schmeckt genau so lecker und ist obendrein bekömmlich.
  • Frisches Brot ist weniger geeignet. Fragen Sie Ihren Bäcker, ob er auch spezielle Fonduebrote anbietet (flache vorgekerbte Weissbrote). Wer es lieber Brotlos mag, steigt auf Kartoffeln um.
  • Neben den klassischen Beilagen wie saures Gemüse, Gurken, Silberzwiebeln, Cornichons und Mixed Pickles, schmecken auch Bündnerfleisch, Rohschinken oder eingemachte bzw. frische Früchte wie Birnen und Ananas toll zum Fondue
  • Wenn die Käsemasse zu dickflüssig ist, kann Natron in kleiner Menge beigefügt werden. Dieses reagiert sofort mit der Flüssigkeit im Fondue und die dabei freigesetzte Kohlensäure macht es luftiger und leichter bekömmlich.
  • Am Boden des Caquelons entsteht eine als «Croûton», «Religieuse», «Nonne» oder «Grossmutter» bezeichnete Kruste, die herausgekratzt und gegessen werden kann. Fondue-Profis verrühren das letzte Fünftel der Fonduemasse mit Kirsch und Eigelb –  das ergibt einen besonders kräftigen und intensiven Geschmack.

One comment on “Käsefondue-Erlebnisse

  1. Sehr gute Infos und Tipps ! Zwei der Tipps möchte ich auf ” www.kaesefondue.de ” teilen. Danke & viele Grüße in die Schweiz !

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