Die Alufolie

Alufolie

Wussten Sie schon… oder glauben Sie noch?
Dem Mythos mit der Alufolie gehen wir auf den Grund.
Nicht nur in der Junggesellen-WG, sondern fast in jedem Schweizer Haushalt findet sich irgendwo in der Küchenschublade eine Rolle Alufolie. Das Loblied auf ihre Vorteile ist beachtlich: praktisch im Umgang, egal welche Form es zu verpacken gilt, schützt vor Licht, Oxidierung, Feuchtigkeit oder Bakterien, hält intensive Geschmäcker aromadicht zurück und kann neben dem Verpacken genauso gut beispielsweise beim Grillieren eingesetzt werden. Die Alufolie ist ein richtiger Allrounder und ein heimlicher Star in jeder Küche. Wirklich?

Bei genauerer Betrachtung offenbart der Verpackungskünstler jedoch gravierende Mängel. Es sollte zum Beispiel darauf verzichtet werden, feuchte, säure- oder salzhaltige Lebensmittel damit abzudecken. Die Folie «reagiert» darauf und kleine Teile können sich auflösen. Das ist kaum wahrnehmbar, doch gehen die Bestandteile in die Speisen über (Beispiel: bei Tomaten oder Fisch). Entsprechend nimmt der Konsument die Partikel beim Essen auf. Im Einzelfall ist das nicht besorgniserregend, in hoher Dosierung sind jedoch gesundheitliche Auswirkungen nicht auszuschliessen. Hinweise dazu finden sich auf der Verpackung, doch sind diese dezent angebracht und deswegen den wenigsten Benutzern bekannt.

Ausnahmen stellen Milchtüten oder Joghurtbecherdeckel dar. Diese sind auf der Innenseite beschichtet, wodurch ein Auflösen ausgeschlossen werden kann. Ein weiteres Kriterium, welches gegen Aluverpackungen spricht, ist die negative Ökobilanz (gilt generell bei Aluminium). Immerhin gibt es mittlerweile einige Folien auf dem Markt, welche «recycelt» werden können. Wesentlich besser schneiden da die Frischhaltedosen ab. Sie erfüllen denselben Zweck, benötigen allerdings mehr Raum im Kühlschrank. Fehlt der Platz, empfiehlt sich daher die Frischhaltefolie als valabler Alufolien-Ersatz. Viele Gemüsesorten können auch unverpackt ins Gemüsefach gelegt werden, vor allem Wurzelgemüse wie Karotten oder Sellerie.

Tipp:
Über der heissen Holzkohle lassen sich Würste, Fleisch, Gemüse und Fisch praktisch auf einer Aluschale grillen. Hierbei kann es auch passieren, dass Aluminiumteilchen auf das Grillgut übergehen. Eine Alternative zur Aluschale sind solche aus Stahl oder Emaille. Diese kosten zwar etwas mehr, können aber immer wieder verwendet werden und schonen nicht nur das Bratgut, sondern auch die Natur und das Portemonnaie. 

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