35 Jahre Roberto

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Roberto Gilardoni ist Sous Chef im Ristorante uno e più in Kriens und feiert dieses Jahr sein 35-jähriges Firmenjubiläum. Grund genug, im persönlichen Gespräch auf seine Kochkarriere und bleibende Erinnerungen zurückzublicken.

“Jeder Betrieb hat seine eigene Seele”

Geboren ist Roberto in Bellagio, einer kleinen Gemeinde am Comer See. Schon früh war für ihn klar, dass er seine Leidenschaft – das Kochen – zum Beruf machen möchte. Das Glück war auf seiner Seite und so konnte er nach dem Abschluss der Hotelfachschule im renommierten 5-Sterne-Hotel Villa d’Este als Koch beginnen. «Eine harte, aber sehr lehrreiche Schule fürs Leben», meint er. Alfred Hitchcock war oft zu Gast in diesem Luxushotel und einmal machte er sich einen Spass daraus, als Roberto auf dem Nachhauseweg war, aus einer Hecke hervorzuspringen und ihn gottjämmerlich zu erschrecken.

Nach dem obligatorischen Militärdienst und einigen Saisonjobs in St. Moritz und der Lenzerheide, entschied sich Roberto mit seiner frischgebackenen Liebe im Jahr 1982 als Küchenchef im Trumpf-Buur sesshaft zu werden. Dieses Restaurant war einer der ersten Betriebe von Peter Eltschinger. Aus dieser Zeit stammt eine weitere lustige Anekdote, die Roberto heute noch gerne erzählt: Als Bastian und Florian, die Söhne von Peter Eltschinger und heutigen Geschäftsleiter, ein neues Snowboard wollten, mussten sie ihr Sackgeld in der Küche verdienen. Roberto verdonnerte sie natürlich zum Knoblauchschälen. Daran erinnern sich Bastian und Florian noch heute, denn auch Tage danach hing der Knoblauchgeruch in ihren Nasen.

Im Jahr 1988 wurde der Trumpf-Buur an den ehemaligen Besitzer zurückgegeben und Peter Eltschinger hatte schon die nächste Eröffnung mit dem Ristorante Centro in Luzern in Sicht. Dort war klar, dass keiner perfekter in die Küche passt als Roberto mit seiner Leidenschaft zum italienischen Essen. Sogar er selbst nennt sich einen «Pastafresser». Die Idee des beliebten Antipasti-Buffets entstand in dieser Zeit. Fünf Jahre verbrachte er im Centro, bevor er sich eine längere Auszeit gönnte, um mit seiner Frau die Welt zu sehen.

Erholt und mit vielen neuen Ideen im Gepäck zog es Roberto zurück zur Remimag und er half bei einer weiteren Eröffnung mit, dem Ristorante Una Storia in Sempach. Das «bella famiglia» gefiel ihm dort so sehr, dass er ganze 20 Jahre als Küchenchef wirkte. «Rückblickend war es eine sehr spannende und abwechslungsreiche Zeit, denn jeder Betrieb hat seine eigene Seele», meint Roberto und lächelt verschmitzt.

Er verlor nie seinen Weitblick, sein Durchhaltevermögen und seinen Humor. Auch dann nicht, als er vor fünf Jahren Abschied von seiner geliebten Frau nehmen musste. Für seine wertvolle Zeit und seinen unermüdlichen Einsatz möchten wir uns ganz herzlich bedanken und freuen uns auf viele weitere Jahre mit dir, lieber Roberto. Du bist ganz tief in der Remimag-Familie verankert!

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